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Turmhaus an der Reuchlinstraße 8 in Pforzheim

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Pforzheim, Parzellenplan, Straßenblock Deimling-, Reuchlin-, Hospital- und Rosenstraße mit den beiden mittelalterl. Turmhäusern im Mittelbereich, Reuchlinstr. 8 und Gymnasiumstr. 5.jpg
Turmhaus an der Reuchlinstraße 8 mit hochgotischem Fenster mit „Eselsrücken“ in Pforzheim
Epitaph von Martin Achtsynit und Barbara geb. Goeslin in der Schlosskirche

Das Turmhaus an der Reuchlinstraße 8 in Pforzheim (auch Gotisches Haus genannt) war ein Kulturdenkmal. Der im 12. oder 13. Jahrhundert erbaute Wohnturm wurde 1955 abgebrochen.

Inhaltsverzeichnis

Architektur

Das steinerne Turmhaus wurde im spätromanischen Stil erbaut. Der Grundriss betrug 6,50 × 9 Meter. Auf zwei übereinander liegenden Kellergewölben ruhten drei Stockwerke, gebaut aus massiven Quadersteinen. Im Erdgeschoss war ein romanisches Portal mit zwei Schießscharten. Auf der Südseite im Erdgeschoss war ein frühgotisches Fenster und daneben war ein hochgotisches Fenster mit „Eselsrücken“[1] Die beiden Obergeschosse hatten auch gotische Fenster.

Christoph Timm beschreibt die archäologische Sicherung der Ruinen und Fundamente:„im ehemals westlich angrenzenden Baublock wurden im Jahr 2000 die Grundmauern eines romanischen Wohnturms mit vorgelagerten Graben nachgewiesen und gesichert. Die Lage des romanischen Wohnturms ist seit 2002 durch ein Mauerngeviert und eine Bronzetafel gekennzeichnet.“[2] Die Grundmauern wurden zur Erinnerung an das romanische Turmhaus an der früheren Reuchlinstraße 8 nachgebaut.[3]

Geschichte

Die Erbauer waren vermutlich Angehörige der Oberschicht. Im Mittelalter und bis in das 16. Jahrhundert bewohnte die Pforzheimer Patrizierfamilie Gößlin den mittelalterlichen Wohnturm. Von Peter Gößlin (gest. 10. Mai 1472)[4] hatte sich auch ein Epitaph in der Pforzheimer Schloßkirche erhalten. Barbara Goeslin heiratete später den markgräflichen Kanzler Martin Achtsynit (Grabdenkmal für den markgräflichen Kanzler Martin Achtsynit von Niefernburg genannt Amelius sowie Elisabeth geb. von Jestetten und Barbara geb. Goeslin)[5]

Einzelnachweise

  1. Haag und Bräuning 2001, S. 213.
  2. Timm 2004, S. 246.
  3. vgl. Timm 2004, S. 246.
  4. Lacroix, Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 151.
  5. Lacroix, Hirschfeld und Paeseler 1939, S. 142.

Literatur

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