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Warenhaus "Simon Wronker & Co." (Westliche Karl-Friedrich-Straße 17)

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Das Gebäude des Warenhauses "Simon Wronker & Co." befand sich an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 17 und wurde in den Jahre 1912-1914 erbaut. Dafür wurden in dem Häuserblock zwischen der Westlichen, der Scheuern-, Lamm- und Brüderstraße 17 Häuser abgerissen. Am 17. März 1914 wurde das damals größte Kaufhaus in der Pforzheimer Innenstadt eröffnet. 1945 wurde das Gebäude zerstört.

Geschichte

Der jüdische Kaufmann Hermann Wronker gründete zusammen mit seinem älteren Bruder Simon Wronker die Firma Simon Wronker & Co. Hermann und Simon Wronker waren Neffen der Gebrüder Leonhard Tietz und Oscar Tietz. Im März 1890 eröffnete die jüdische Firma Simon Wronker & Co. am Pforzheimer Marktplatz 13, an der Ecke zur Apothekergasse, ein erstes Warenhaus. 1899 ließ die Firma S. Wronker & Co. ihr zu klein gewordenes Warenhaus abbrechen und erbaute an derselben Stelle nach Entwürfen von Ernst Maler ein größeres Warenhaus-Gebäude. 1914 zog das Geschäft Simon Wronker & Co in das 1912-1914 erbaute Warenhaus-Gebäude an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 17 (heutige Adresse von Galeria Kaufhof). Das alte Warenhaus-Gebäude am Marktplatz 13 wurde vom benachbarten Warenhaus "Geschwister Knopf" (Marktplatz 14) übernommen.

Im Jahre 1921 fand die Umbenennung in Hermann Wronker AG statt. Nachdem sich Hermann Wronker aus der Geschäftsleitung zurückgezogen hatte, leitete Max Wronker, der Sohn des Firmengründers, das Pforzheimer Warenhaus als Generaldirektor (Vorstandsvorsitzender). 1931 verkaufte Max Wronker das Warenhaus in Pforzheim an die jüdischen Gebrüder Salman und Simon Schocken. Anschließend war Kurt Aschner Geschäftsführer. Andere Angestellte des Kaufhauses Schocken waren Isaak Goldberg, Siegfried Herrmann, Joseph Löwenstein (Joe Lowry), Hans Mayer und Sophie Mlotek (verh. Wolf).

Ende September 1938 übernahm ein Konsortium verschiedener Banken unter der Führung der Deutsche Bank AG und der Reichs-Kredit-Gesellschaft AG das jüdische Warenhaus "Schlomo Salman Schocken & Simon Schocken" (Westliche Karl-Friedrich-Straße 17). Seitdem nannte sich das Warenhaus "Merkur" (hebräisch מֶרְקוּר) , danach Kaufhof (hebräisch קאופהוף) .

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