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Bäckerei Schroth

Von Stadtwiki

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Werbung aus dem Jahr 1950
Werbung aus dem Jahr 1954
Anzeige aus dem Jahr 1964 zum 60jährigen Bestehen

Die Bäckerei Schroth war eine Großbäckerei mit Sitz in der St.-Georgen-Steige 30 in Pforzheim. Sie wurde 1904 von Friedrich Schroth (* 1878; † 1954) gegründet. Der Betrieb wurde von seinem Sohn, Fritz Schroth sen. (* 1908; † 1959), und anschließend von dessen Sohn, Fritz Schroth jr. (* 1937; † 2016), weitergeführt. Fritz Schroth jr. eröffnete 1972 in der Zerrennerstraße 33 die Brezelstube.

Geschichte

In diesen Tagen kann die Pforzheimer Bäckerei Fritz Schroth auf 60 Jahre des Bestehens zurückblicken. Sie wurde 1904 durch die Eheleute Friedrich und Lina Schroth gegründet. Der aus Bad Liebenzell stammende Bäckermeister hatte schwere Anfangsjahre zu überstehen. Damals mußte das Brot noch mit dem Fahrrad zu der weit verstreut wohnenden Kundschaft bis nach Vaihingen und in das Grösseltal gefahren werden. Später erleichterte ein eigenes Pferdegespann diese Arbeit.

Fleißige Helfer im Geschäft waren die beiden Töchter und der Sohn, die dem Ehepaar geboren wurden. Der Sohn erlernte ebenfalls das Bäckerhandwerk, und zwar in der früheren Bäckerei Scholl in der Deimlingstraße. Nach den Lehr- und Gesellenjahren, die ihn nach Stuttgart und Eßlingen geführt hatten, ging er auf die traditionelle "Walz", die ihn durch Deutschland und auch ins Ausland brachte. Nach der Heirat übernahm Fritz Schroth im Jahre 1936 die Bäckerei; der Ehe entsprossen zwei Söhne und eine Tochter.

Der Bäckereibetrieb an der St. Georgensteige wurde 1945 total zerstört. Nach kurzer Unterbrechung gelang es dem Inhaber, die Bäckerei Knaus an der Calwer Straße in Pacht zu übernehmen. Gleichzeitig leitete er den Wiederaufbau des eigenen Anwesens ein, der bis August 1948 abgeschlossen werden konnte. In den folgenden Jahren erwies es sich immer wieder als notwendig, die Bäckerei auszubauen und zu erweitern. Dabei wurden u. a. eine Mehlsiloanlage und zwei ölbeheizte dreifache Auszugsöfen aufgestellt und überhaupt der ganze Betrieb mit den modernsten technischen Hilfsmitteln ausgestattet.

Kurz nachdem am Leopoldplatz ein Filialgeschäft eröffnet werden konnte, starb Bäckermeister Fritz Schroth im Jahre 1959 an einer heimtückischen Krankheit. An seiner Frau und seinen Kindern hing nun die schwere Arbeit des recht umfangreichen Handwerksbetriebs. Im Jahre 1961 übernahm dann der älteste Sohn Fritz in der dritten Generation das Geschäft. Anläßlich des 60jährigen Bestehens hat die Großbäckerei einen alten Brauch aufgegriffen und bäckt auch wieder Kaffeebrot.[1]

Einzelnachweise

  1. Pforzheimer Zeitung: Drei Generationen schufen die Großbäckerei: Sechs Jahrzehnten Schroth-Brot – Zum modernen Handwerksbetrieb entwickelt. Ausgabe vom 19. Dezember 1964.
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