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Brezelstube

Von Stadtwiki

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Die Brezelstube war eine Bäckerei mit Café in der Zerrennerstraße 33 in Pforzheim. Es war das erste Stehcafé in Pforzheim und für Nachtschwärmer ein willkommener Anlaufpunkt. Dort gab es nur Brezeln und Kaffee. Gründer der Brezelstube war Fritz Schroth jr. (* 7.08.1937; † 21.08.2016), der der Bäckerei Schroth entstammte.

Zur Eröffnung

Jederzeit frische Brezeln bietet Bäckermeister Fritz Schroth ab heute in seiner neu eröffneten Brezelstube in der Zerrennerstraße 33 an. Das Besondere dabei ist, daß er sich ausschließlich auf diese Backware spezialisiert und daher von Minute zu Minute jede gewünschte Anzahl der knusprigen Leckereien herstellen kann. Der Brezelfreund kann sogar zuschauen, "wie sein Stück" entsteht; vom Teilen des Teigs über das Abpressen bis hin zum Schlingen der Form mit der Hand. Nicht nur über die Straße verkauft Fritz Schroth seine leckeren Waren, auch an Stehtischen finden rund fünfzig Personen Platz und können bei einer Tasse Kaffee ihr Gebäck mit oder ohne Butter verzehren. Mit seiner Brezelstube will der Bäckermeister einem Bedürfnis der Bevölkerung gerade in unserem Raum nachkommen, die frische Brezeln zu ihren Lieblingsspeisen zählt. Wie er uns sagte, handelt es sich seines Wissens um die erste Brezelstube, die in der Bundesrepublik eröffnet wurde.[1]

Nachruf auf Fritz Schroth jr.

Jeder Pforzheimer, der älter als 50 Jahre ist, dürfte sich noch gut an Schroths Brezelstube an der Zerrennerstraße erinnern. Dort, wo heute das Kino steht, war von 1973 bis Mitte der 1980er Jahre die Brezelstube ein beliebter Treffpunkt für Liebhaber frischer und noch warmer Laugenbrezeln und einer schnellen Tasse Kaffee. Nachtschwärmer beendeten dort ihre Tour und Generationen von Schülern begannen dort ihren Tag.

Nach seiner Bäckerlehre und dem frühen Tod seines Vaters führte Fritz Schroth zuvor die väterliche Bäckerei an der St.-Georgensteige. Auch als Pächter der Wartbergfreibad-Gastronomie war Schroth aktiv. Im Ruhestand liebte Schroth es, viele Bücher und täglich den Pforzheimer Kurier zu lesen. Er besuchte gerne Jazzkonzerte, seine Saunabesuche waren ihm heilig und im Sommer traf er sich morgens regelmäßig zu einer Tasse Kaffee mit Freunden im Eiscafé Casal. Politisch engagierte er sich als Beisitzer bei den Unabhängigen Bürgern. Schroth hinterlässt vier erwachsene Kinder, darunter ein Zwillingspärchen und ein Enkelkind.[2]

Einzelnachweise

  1. Pforzheimer Zeitung: Jede Minute frische Brezeln: Ein findiger Bäckermeister. Ausgabe vom 14. April 1972.
  2. Pforzheimer Kurier: Der Mann aus der Brezelstube. Ausgabe vom 25. August 2016.
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