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Emil Veser

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Logo der Fahrschule Veser in den 1960er-Jahren
Schriftzug der Fahrschule Veser in den 1970er-Jahren

Emil Veser (* 7. Dezember 1925; † 2011) war Fahrlehrer aus Ellmendingen und Gründer der Fahrschule Veser.

"Fahrschullehrer mit Herz und Weitblick"

Pforzheimer Zeitung, Ausgabe vom 22. April 2000:

50 Jahre Fahrlehrerverband Baden-Württemberg e. V. – 40 Jahre Fahrlehrer – 30 Jahre Vorsitzender des Kreisvereins der Fahrlehrer Pforzheim und Enzkreis, drei Jubiläen, die zum Feiern geradezu verpflichten. Und feiern wird Emil Veser aus Ellmendingen in diesem Jahr oft und ausgiebig. "Was ich in meinem Leben gemacht habe, ist mir meistens gut gelungen. Ich hatte keine gravierenden Misserfolge, ich bin gesund, und meiner Ehe haben die Strapazen der Doppelbelastung von Beruf und Verbandsarbeit dank einer einfühlsamen, hilfsbereiten Ehefrau nie geschadet", sagt Emil Veser mit einem Grinsen Richtung Gattin.

Zum Fahrlehrerberuf kam Veser eher durch Zufall: Ende der 50er-Jahre war er nach einem Skiunfall für längere Zeit durch einen Gips am Bein außer Gefecht gesetzt worden. Um diese Zeit nicht zu vergeuden, fing er an, Gesetze zu studieren, sich mit dem Fahrlehrerrecht, dem Straßenverkehrsgesetz und den Grundlagen der Pädagogik zu befassen. Nach seiner Genesung bestand er die Fahrlehrerprüfung und begann seine Karriere 1960 in Pforzheim bei der Fahrschule Weiss. Nach fünf Jahren gründete Veser 1965 in Dietlingen und 1967 in Pforzheim eine eigene Fahrschule.

Er trat dem Fahrlehrerverband Baden-Württemberg bei und war von Anfang an mit der Führung des örtlichen Kreisvereins unzufrieden. Mangelnde Informationen und langweilige Sitzungen ließen den Entschluss reifen, sich zur Wahl des Kreisvereinsvorsitzenden aufstellen zu lassen. 1970 wurde er mit einer Stimme Mehrheit gewählt. Der neue Vorsitzende brachte Schwung in den Kreisverein. So stellte er bereits 1970 in Stuttgart den Antrag zur Gründung einer verbandseigenen Fachzeitschrift. Auf Grund dieses Antrags entstand die heute in Fachkreisen geschätzte Verbandszeitschrift "Fahrschulpraxis".

1972 hat Veser mit dem damaligen Major und Fahrschulleiter der französischen Armee einen Vertrag über die Nutzung der "Panzerbahn" neben der Buckenbergkaserne als Verkehrsübungsplatz zu Stande gebracht. Nach dem Abzug der Franzosen erhielt die Verbandsfahrschule von der Stadt Pforzheim einen Vertrag über die weitere Nutzung dieses Geländes. Dies gilt heute als ein großer Vorteil für die Ausbildungstätigkeit der Fahrschulen Pforzheims und ist ein weiterer Baustein in der Verkehrssicherheit bei der Ausbildung der Fahrschüler.

Inzwischen wurde Veser im Fahrlehrerverband Baden-Württemberg zum dritten Vorsitzenden und zum Motorradreferenten gewählt. So baute er die Fortbildungsveranstaltungen für die Verbandsfahrlehrer vor allen Dingen im Motorradbereich auf. Er war ein Vorreiter in der Funkausbildung und ließ sich bereits 1974 von einem Dietlinger "Elektronik-Tüftle" eine Funkanlage zur Ausbildung seiner Motorrad-Fahrschüler bauen. Emil Veser ist Fahrlehrer und Kreisvereinsvorsitzender aus Passion. Die Zukunft des Fahrlehrerberufs sieht Veser nicht rosig: "Der Wettbewerb auf dem Sektor Fahrschulen wird härter, das Zusammenwirken der Fahrlehrer untereinander hat sich von der Kollegialität mehr zum Wettbewerb hin verlagert." Große Sorgen bereiten ihm die Harmonisierungsbestrebungen in der EU auf dem Gebiet der Ausbildung von Fahrschülern und der Fahrerlaubnisprüfungen.

Seit zehn Jahren unterrichtet Veser an der Fahrlehrer-Akademie in Karlsruhe und ist Schulungsleiter beim Arbeiter-Samariter-Bund in Pforzheim. Der Terminkalender ist voll und seine Lieblingsbeschäftigungen wie Reisen, Motorrad fahren, Tauchen oder mit dem Motorschiff Flüsse zu erkunden, kommen oft zu kurz. Dies soll sich ändern, wenn er 2002 den Kreisvereinsvorsitz abgeben wird.

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