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Papierfabrik Weißenstein

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Papierfabrik Weißenstein
Aktie der Papierfabrik Weißenstein
Die Papierfabrik aus der Luft

Die Papierfabrik Weißenstein war eine Papierfabrik in Dillweißenstein, die 1859/61 gegründet und 2001 geschlossen wurde.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Bau der Bogenbrücke, als die Wasserkraft der Nagold an dieser Stelle nutzbar wurde, ist 1859/61 die Papierfabrik erbaut worden. Gründer war der Fabrikant Heydecker, der die Fabrik nach Konkurs jedoch rasch an die Firma Barth & Co. abgeben musste. Das Unternehmen firmierte bald darauf als Barth, Georgi & Co. und ab 1864 als Baarth & Haas. Im Jahr 1886 fielen die Produktionsanlagen einem Feuer zum Opfer und mussten weitgehend neu aufgebaut werden.

Nach dem Austritt des Teilhabers Barth 1896 hieß das Unternehmen kurzzeitig Haas & Co. KG, wurde dann aber 1899 in die Papierfabrik Weißenstein AG umgewandelt. In selben Jahr kaufte die AG zwei Konkurrenten in Barmen und in Wangen.

Beim 50jährigen Jubiläum 1911 beschäftigte die Fabrik 270 Mitarbeiter. Während des Kriegs 1914 kam die Fabrik durch den Zusammenbruch des Pforzheimer Bankenvereins in finanzielle Schwierigkeiten und musste die beiden aufgekauften Konkurrenten wieder verkaufen.

1918 hat sich die Fabrik der Zellstofffabrik Waldhof Mannheim/Berlin angeschlossen. 1937 haben sich die beiden Unternehmen wieder getrennt, und die Badische Beamtenbank übernahm die Mehrheit in der Weißensteiner Papierfabrik.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik nicht zerstört und begann schon im September 1945 wieder mit der Produktion. Nach 1948 (Währungsreform) begann ein wesentlicher Aufschwung, bis 1960 wieder ein Feuer einen Teil der Fabrik zerstörte. Beim 100jährigen Firmenjubiläum 1961 bestand die Belegschaft aus 360 Mitarbeitern.

Die Gebrüder Buhl Papierfabriken GmbH aus Ettlingen hat 1988 die AG-Mehrheit übernommen. Ab 1993 gehörte die Fabrik zum Ajor Wiggins Appleton-Konzern. Die Herren Runge, Hohn und Gauss kauften 1996 die Mehrheitsanteile des Unternehmens. Ende der 1990er wurde noch große Summen in die Technik der Fabrik investiert. Das Wasserkraftwerk des Unternehmens wurde 2001 verkauft, bevor der Betrieb 2002 Insolvenz anmeldete.

Seit 2004 haben sich unter dem Namen Gewerbekultur Firmen und Künstler als Genossenschaft in die Gebäude eingemietet.

Im August 2011 kaufte der Chef der Arcus Klinik, Bernhard Rieser, das 4.300 Quadratmeter große Areal. Die bis dahin bestehenden Mietverträge wurden gekündigt. Für die Zukunft ist eine Wohnbebauung vorgesehen, bei der das Planungsrecht bei der Stadt Pforzheim liegt.[1][2]

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude hat sich die Familie Esselborn nbiedergelassen und verkauft alle Arten von Papier im Fachmarkt Papier-Pur. Der über 70-jährige Klaus Esselborn hat einen immer wieder verlängerten Pachtvertrag und ist der letzte "Mohikaner" nach der Zwangsversteigerung im Jahre 2011. Man hat ihm 2014 gesagt, dass es in diesem Jahre mit der Bebauung nichts mehr werde, wahrscheinlich erst in zwei bis fünf Jahren. [3]

Einzelnachweise

  1. http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Offen-fuer-Neues-in-der-Papierfabrik-_arid,295624_dossierid,0.html
  2. http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Rieser-Wohnhaeuser-auf-Papierfabrik-Gelaende-_arid,292646_dossierid,0.html
  3. BNN vom 10.2.2014: Papierfabrik verharrt im Dornröschenschlaf

Quellen

Weblinks

 Commons: Papierfabrik Dillweißenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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