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Wilhelm Schenk

Von Stadtwiki

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Wilhelm Schenk (* 1879; † 1924)

Wilhelm Schenks Vater war als Küfer-Wandergeselle nach (Maulbronn-)Schmie gekommen und wurde dort ansässig. Da die Aufträge im Steinhauerdorf Schmie nicht ausreichten, arbeitete er für die Klosterbrauerei in Maulbronn.


Steinhauer und Bierbrauer

Wilhelm erlernte das Steinhauerhandwerk in Offenburg und arbeitete anschließend in Schmie (Steinhauerstube). Kurz darauf wurde er zum zweijährigen Wehrdienst nach Ludwigsburg eingezogen. Im Alter von 24 Jahren wanderte er nach Südafrika aus und leitete schon bald eine Bierbrauerei in Johannesburg. 1895 heiratete er die aus Schmie stammende, damals in Amerika lebende Luise Goutier.


Südafrika

1897 wurde der Sohn Willy Schenk in Johannesburg geboren. Als im Jahr 1899 der zweite Burenkrieg in Südafrika ausbrach, führte Wilhelm Schenk eine aus deutschstämmigen Freiwilligen und Buren aufgestellte Artillerie-Abteilung bis zur Niederlage 1902.


Giesserei

1906 kehrten die Schenks nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Paris nach Schmie zurück, zogen aber im Jahr darauf nach Maulbronn. Wilhelm Schenk erwarb ein Patent zur "Herstellung nahtloser Aluminiumgeschirre im Wege des Gussverfahrens" und gründete 1913 seine Gießerei in Maulbronn. Im selben Jahr rief er die Sanitätskolonne Maulbronn ins Leben, deren erster Leiter er selbst war.

1914 brannte die Fabrik völlig nieder, konnte aber im folgenden Jahr wieder neu aufgebaut werden. Als während des Ersten Weltkriegs (1914-1918) die Klosterbrauerei in Konkurs geriet, beteiligte sich Wilhelm Schenk an einem Nachfolgebetrieb, dem 1923 die Aktiengesellschaft "Firma Klosterkellerei Maulbronn" mit einem Grundkapital von 35 Millionen Mark während der Inflationszeit folgte. Das Unternehmen produzierte und vertrieb Malz, Bier und sonstige Erzeugnisse der Nahrungs- sowie Futtermittelindustrie und handelte mit Wein. Nebenbei betrieb er eine aus der Brauerei stammende Branntweinbrennerei.

Der vielbeschäftigte Wilhelm Schenk kam, wenn ihn seine Freunde in den frühen Morgenstunden zur Jagd abholten, manches Mal direkt von der Arbeit.

1921 übernahm Sohn Willy Schenk als junger Ingenieur die Aluminium-Gießerei.


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